© WDR/Mitosfilm & PunktPunktPunkt Filmproduktion
Zum Inhalt:
Ein deutsches Dokumentarfilmteam um Regisseurin Simone (Katja Bürkle) reist in den Nordosten der Türkei, um das Schicksal eines vor 25 Jahren verschwundenen Mannes zu recherchieren. An ihrer Seite steht die kurdische Dolmetscherin Leyla (Aybi Era). Sonderbare Zwischenfälle überschatten schon bald auch die Dreharbeiten: An der Seite von Dolmetscherin Leyla (Aybi Era) taucht die kleine Melek (Çağla Yurga) auf, mit ihrem hübschen lila Kleid und einem Blick, der einem durch Mark und Bein geht. Nur knapp entgeht das Team einem Steinschlag auf der Schnellstraße und schließlich verschwindet der Rechtsanwalt Eyüp (Aziz Çapkurt), der interviewt werden sollte. Meleks Vater Zafer (Ahmet Varlı) arbeitet beim Geheimdienst, der Eyüp observiert und verfolgt.
Im zweiten Kapitel rückt Zafer (Ahmet Varlı) in den Mittelpunkt. Zafer misstraut Leyla, die Melek Englischunterricht gibt und mit den Deutschen zusammenarbeitet. Er entwickelt paranoide Züge und filmt heimlich seine Kollegen. Zugleich bekommt er von einem Unbekannten Videos geschickt, die ihn und seine Tochter zeigen.
Im dritten Kapitel fügen sich die Geschehnisse zusammen und es wird klar: Auch Zafer wird überwacht: Seine Kollegen haben seine Wohnung mit Kameras ausgestattet. Jeder überwacht jeden, Misstrauen durchdringt die Gesellschaft. Dokumentarfilmaufnahmen, Handyvideos, Überwachungskameras – ins Visier dieses klug verschachtelten filmischen Vexierbilds treten nicht nur die Strategien finsterer Organisationen und die Logik der Paranoia, sondern das Sehen selbst in all seinen Dimensionen, vom Observieren bis zur Prophezeiung.
